Sonntag, 21. Oktober 2012

Tag 2 - Chinesische Mauer

Am folgendem Tag beschlossen wir die Chinesische Mauer zu besichtigen. Da wir uns nicht sicher waren, ob wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinfinden würden, beschlossen wir bei einer Tour mitzufahren.

Als wir auf die U-Bahn warteten, begann das große Warten an diesem Tag. So viele Menschen habe ich noch nie in einer U-Bahn gesehen. Sie war bereits so voll, dass man meinte, dass niemand mehr Platz haben würde, und doch quetschten sich noch 1-2 Personen rein (man musste sich wirklich reinQUETSCHEN um noch einen Platz zu bekommen!!). Nach dem es nach ein paar Zügen nicht besser wurde, beschlossen Judith und ich dasselbe zu machen, nämlich uns reinquetschen. Grad grad hatten wir noch Platz, aber die Kaputze von meiner Jacke wurde doch von der Tür eingeklemmt. Als wir umsteigen mussten wurde auch nicht viel besser, da ein langer Stau von der einen U-Bahn-Linie zur anderen war.



Als wir dann endlich ankamen suchten wir uns einen Schalter an dem wir unser Ticket kaufen konnten. Der Tourbus nach Badaling hatte keine fixen Abfahrtszeiten, soadass wir lange warten mussten, bis endlich genug Leute warteten.

Was wir am Anfang nicht wussten war, dass wir an einer rein chinesischen Tour mitmachten. Niemand konnte wirklich Englisch und auch die Sprachkenntnisse von der Führerin beschränkten sich auf ein "What is your name?".

Auf dem Weg zur Großen Mauer halteten wir an einer Jade Fabrik, wo wir an einer chinesischen Führung teilnahmen und unser Mittagessen aßen. Dann ging es endlich weiter. Nach einer langen Fahrt kamen wir endlich bei der Seilbahn an, die uns zur Mauer hochfahren sollte. Das blöde war, dass zugleich mit uns auch andere Busse ankamen und deshalb alle Leute gleichzeitig anstanden. Vielleicht hätten wir uns einfach vorne reindrängeln sollen, wie es manche Chinesen taten und nicht hinten anstellen, aber nach ca 45 min konnten wir endlich in eine Gondel steigen (die bei keiner Sicherheitsinspektion bei uns bestehen würde).


Endlich oben, sahen wir die Mauer. Sie ist wirklich imposant und beeindruckend! Und natürlich mit viel zu vielen Touristen. Deshalb beeilten wir uns weg von der Seilbahnstation zu kommen, wo weniger Leute waren. Neben der Mauer waren auch Judith und ich eine kleine Attraktion und viele Chinesen vom Inland fragten uns, ob sie ein Foto mit uns machen könnten. Von den grad mal 2 Stunden, die wir insgesammt bei der Mauer waren, waren wir nur ca eine halbe Stunde wirklich oben. Der Rest hat wieder einmal aus Warten und Schlangestehen bestanden. Obwohl es nur so kurz war und viel zu viele Menschen dort waren, haben wir doch die Aussicht genossen.


Nachher fuhren wir auf direktem Weg zurück in die Stadt. Eigentlich hatten wir noch vor etwas zu besichtigen nach dem wir von der Mauer zurückkehrten, aber da sie alles ziemlich verzögerte, war es bereits dunkel als wir wieder am Busbahnhof ankamen.

So beschlossen wir nur noch ein Restaurant für das Abendessen zu suchen. "Roasted Duck" (gebratene Ente) ist eine Spezialität in Peking und so suchten wir ein Restaurant, das uns im Reiseführer empfohlen wurden. Wieder einmal hatten wir einige Probleme das Restaurant zu finden und mussten sogar noch fast eine Stunde auf einen Tisch warten, aber es hat sich wirklich ausgezahlt!
Ein Koch kam mit der ganzen Ente zu unserem Tisch und schnitt Fleischstücken herunter und ordnete sie sehr elegant auf einem Teller an. Eine weitere Bedienung kam nachher und zeigte uns wie man das Fleisch mit den Beilagen essen soll. Dabei gab man das alles auf dünne Omletten-ähnliche Scheiben und rollte sie wie Wraps zusammen (natürlich alles mit Stäbchen!). Irgendwie (auch mit Hilfe von den Händen) schafften wir es sogar. Das Essen selbst war ein Traum - wirklich sehr lecker! Nachdem wir alles aufgegessen hatten ging es wieder zurück ins Hotel, denn am nächsten Tag wollten wir sehr früh starten.


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