Hallo,
ich hab mich lange nicht mehr gemeldet, weil nichts interessantes passiert ist.
Nach zwei Wochen habe ich endlich meinen fixen Stundenplan, wobei ich Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag Vorlesungen bzw. Seminare habe. Wir haben auch schon einige Aufgaben bekommen, wie z.B. Gruppenprojekte oder individuelle Essays. Die ersten werden schon diese Woche abgegeben, deshalb muss man gleich von Anfang an schon fleißig mitarbeiten.
Letztes Wochenende haben ein paar Austauschstudenten zusammen eine Bootsfahrt unternommen. Wir sind mit unserem Boot zu einer kleinen Bucht gefahren, wo uns ein schöner, kleiner und einsamer Strand erwartete.
Natürlich wollten wir sofort den Strand auskundschaften und schwammen die paar Meter vom Boot zum Strand. Dort hätte man den ganzen Tag verbringen können. Aber bald kammen schon andere Boote und die Leute auf den Booten hatten dieselbe Idee wie wir und schwammen zum Strand. Deshalb machten wir uns auf dem Rückweg zum Boot und verbrachten dort den Nachmittag mit sonneliegen und im Wasser schwimmen. Viele probierten auch Wakeboarding und Tubing aus.
Kurz zur Erklärung: Wakeboarding kann man mit Wasserskifahren vergleichen mit dem Unterschied, dass man mit beiden Füßen nur auf einem Brett steht. Beim Tubing hält man sich an einem Luftkissen fest und wird von einem Speedboot nachgezogen.
Obwohl ich Sonnencreme benützte, holte ich mir doch einen richtig schönen Sonnenbrand. Trotzdem war es ein schöner Ausflug.
Beim ersten Vollmond im Herbst feiern die Chinesen ein Mitte-Herbst Fest. Es ist vergleichbar mit unserem Laternenfest. In diesen paar Tagen kann man sich Laternenausstellungen anschauen, selbst mit Laternen umhergehen, einen Drachentanz anschauen und viele Mooncakes (Mondkuchen) essen.
Aber der Reihe nach:
In den letzten Tagen sah man immer wieder Einheimische mit Laternen. Wobei die klassische Laterne mit einer Kerze drinnen fast nur mehr zur Geschichte gehört. Viel mehr verbreitet sind Laternen mit elektrischem Licht und manchmal noch Musik, die gespielt wird. Ihre Form variiert dabei sehr: man sieht klassische Laternen, wie man sie kennt (nur mit elektrischem Licht), bis hin zu plastik Micky Mäusen, Hello Kitty und Stitch vom Film Lilo und Stitch, die aus einem ähnlich durchsichtigen Material wie die aufblasbaren Tiere am Meer gemacht sind.
Neben den Laternen sind Leuchstäbchen sehr beliebt. Daraus werden Ketten, Bälle, Schmettleringsflügel geformt oder klassisch als Armbänder getragen.
Am Samstag sind wir in den Victoria Park gegangen um dort das 'Laternen Wunderland' zu besuchen. Dort gab es unterschiedliche Attraktionen.
Die erste die wir sahen war ein großes leuchtendes Gebäude das man betreten konnte. Es stellte symbolisch eine Drachenfrucht da und hatte Lücken, damit man von drinnen auch den Mond sehen kann.
Weiters gab es ein Areal auf dem mehrere große Figuren und Häuser aufgestellt wurden und beleutet wurden. Sie waren sehr beliebte Fotomotive, sodass man warten musste, bis man ein Foto machen konnte.

An einem anderen Ort gab es eine Laube, mit vielen orangen Laternen, durch die man hindurch gehen konnte.
Eine weitere Attraktion war eine Wand. Man konnte dort Wünsche auf einen Zettel schreiben und diesen dort Aufhängen.

Ein weiterer Brauch ist der Feuerdrachentanz. Den haben wir nicht gesehen. Zum einen haben uns andere davor gewarnt, da sie selbst lange gewartet haben und es schlussendlich sehr enttäuschend war, da man nicht viel gesehen hat, da alle vor ihnen nur die Kameras hochgehalten haben um zu filmen und deshalb ihnen die Sicht versperrten. Deshalb entschieden wir uns anstatt lange auf den Drachen zu warten, mit anderen Austauschstudenten grillen zu gehen. Aber dazu später.
Eine weitere Tradition beim Mid-Autum Festival ist das essen von Mooncakes. Dabei gibt es zwei Arten von Mondkuchen. Die Traditionellen bestehen aus einem süßen Teig und überraschen einen in der Mitte mit einem gesalzenen Eigelb. Die Moderneren hingegen haben eine Eisfüllung und einen eigenartigen Teig ausßen. Obwohl die traditionellen Mooncakes nicht am besten schmecken, sollte man sie doch einmal probiert haben.
Wie bereits vorhin erwähnt haben wir den Drachentanz nicht gesehen, da wir am Samstag zusammen mit anderen Grillen gingen. Charmain, Judith, Matthias und ich hatten Glück, dass wir um einiges verspäteten, denn die anderen haben vorher vergeblich nach einem Grillplatz gesucht. Alle Feuerstellen waren von Einheimischen schon sehr früh reserviert und besetzt worden. Nach einigem warten haben wir schlussendlich doch einen Platz gefunden, wo ca. 20 Leute um einen kleinen Grill saßen. Obwohl es sehr eng war, war es doch gemütlich und wir hatten einen angenehmen Abend. Das beste daran war definitiv das Essen! Es war das erste Essen hier, das fast dem Essen Zuhause entsprach, das ich sehr vermisse. Das Essen hier ist zwar auch gut, aber hin und wieder ein westliches Essen wäre auch lecker.
Gestern am 1. Oktober war Nationalfeiertag in China. Es wurde uns geraten uns früh einen Platz zu suchen, da die Leute hier, sehr Feuerwerk-fanatisch sind. Es war schlussendlich auch so, wie es uns gesagt wurde. Kurz vor 18:00 Uhr suchten wir uns einen Platz auf der Avenue of Stars. Kurz nach 18:00 Uhr kam die erste Durchsage, dass die maximale Kapazität erreicht wurde und niemand mehr hereingelassen wurde. Noch einmal Glück gehabt! Wir hatten uns einen besonders beliebten Platz ausgesucht, wo auch die Profi-Fotografen ihre Kameras aufgestellt hatten und auf den Beginn des Feuerwerks warteten.
Auch für uns begann das große Warten auf das Feuerwerk. Überbrückt wurde die Zeit mit Essen, Halma und Wer bin ich? spielen. Unsere ursprüngliche Annahme, dass das Feuerwerk schon um 20:00 Uhr begann war falsch. Zuerst wurde noch die Symphony of Lights gezeigt und nachher hieß es dann noch bis 21:00 Uhr warten.
Eines muss man den Chinesen lassen. Sie wissen wie man Feuerwerke macht! Das Feuerwerk war wunderschön. Sie konnten sogar Sternen und Zeichen mit dem Feuerwerk darstellen. Nach 23 Minuten (!!!) war es dann vorbei. Nach so vielen Feuerwerken konnte man teils sogar die Hochhäuser auf der anderen Seite nicht mehr sehen aufgrund des Rauches.
ich hab mich lange nicht mehr gemeldet, weil nichts interessantes passiert ist.
Nach zwei Wochen habe ich endlich meinen fixen Stundenplan, wobei ich Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag Vorlesungen bzw. Seminare habe. Wir haben auch schon einige Aufgaben bekommen, wie z.B. Gruppenprojekte oder individuelle Essays. Die ersten werden schon diese Woche abgegeben, deshalb muss man gleich von Anfang an schon fleißig mitarbeiten.
Letztes Wochenende haben ein paar Austauschstudenten zusammen eine Bootsfahrt unternommen. Wir sind mit unserem Boot zu einer kleinen Bucht gefahren, wo uns ein schöner, kleiner und einsamer Strand erwartete.
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| In der Nähe von diesem Strand haben wir unseren Tag verbracht. |
Kurz zur Erklärung: Wakeboarding kann man mit Wasserskifahren vergleichen mit dem Unterschied, dass man mit beiden Füßen nur auf einem Brett steht. Beim Tubing hält man sich an einem Luftkissen fest und wird von einem Speedboot nachgezogen.
Obwohl ich Sonnencreme benützte, holte ich mir doch einen richtig schönen Sonnenbrand. Trotzdem war es ein schöner Ausflug.
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Beim ersten Vollmond im Herbst feiern die Chinesen ein Mitte-Herbst Fest. Es ist vergleichbar mit unserem Laternenfest. In diesen paar Tagen kann man sich Laternenausstellungen anschauen, selbst mit Laternen umhergehen, einen Drachentanz anschauen und viele Mooncakes (Mondkuchen) essen.
Aber der Reihe nach:
Neben den Laternen sind Leuchstäbchen sehr beliebt. Daraus werden Ketten, Bälle, Schmettleringsflügel geformt oder klassisch als Armbänder getragen.
| Das leutende 'Gebäude', das eine Drachenfrucht symbolisiert. |
Am Samstag sind wir in den Victoria Park gegangen um dort das 'Laternen Wunderland' zu besuchen. Dort gab es unterschiedliche Attraktionen.
Die erste die wir sahen war ein großes leuchtendes Gebäude das man betreten konnte. Es stellte symbolisch eine Drachenfrucht da und hatte Lücken, damit man von drinnen auch den Mond sehen kann.
| Das innere der sogenannten Drachenfrucht |
Weiters gab es ein Areal auf dem mehrere große Figuren und Häuser aufgestellt wurden und beleutet wurden. Sie waren sehr beliebte Fotomotive, sodass man warten musste, bis man ein Foto machen konnte.
An einem anderen Ort gab es eine Laube, mit vielen orangen Laternen, durch die man hindurch gehen konnte.
Eine weitere Attraktion war eine Wand. Man konnte dort Wünsche auf einen Zettel schreiben und diesen dort Aufhängen.
Ein weiterer Brauch ist der Feuerdrachentanz. Den haben wir nicht gesehen. Zum einen haben uns andere davor gewarnt, da sie selbst lange gewartet haben und es schlussendlich sehr enttäuschend war, da man nicht viel gesehen hat, da alle vor ihnen nur die Kameras hochgehalten haben um zu filmen und deshalb ihnen die Sicht versperrten. Deshalb entschieden wir uns anstatt lange auf den Drachen zu warten, mit anderen Austauschstudenten grillen zu gehen. Aber dazu später.
Eine weitere Tradition beim Mid-Autum Festival ist das essen von Mooncakes. Dabei gibt es zwei Arten von Mondkuchen. Die Traditionellen bestehen aus einem süßen Teig und überraschen einen in der Mitte mit einem gesalzenen Eigelb. Die Moderneren hingegen haben eine Eisfüllung und einen eigenartigen Teig ausßen. Obwohl die traditionellen Mooncakes nicht am besten schmecken, sollte man sie doch einmal probiert haben.
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| Die moderneren Mooncakes |
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| Die traditionellen Mooncakes |
Wie bereits vorhin erwähnt haben wir den Drachentanz nicht gesehen, da wir am Samstag zusammen mit anderen Grillen gingen. Charmain, Judith, Matthias und ich hatten Glück, dass wir um einiges verspäteten, denn die anderen haben vorher vergeblich nach einem Grillplatz gesucht. Alle Feuerstellen waren von Einheimischen schon sehr früh reserviert und besetzt worden. Nach einigem warten haben wir schlussendlich doch einen Platz gefunden, wo ca. 20 Leute um einen kleinen Grill saßen. Obwohl es sehr eng war, war es doch gemütlich und wir hatten einen angenehmen Abend. Das beste daran war definitiv das Essen! Es war das erste Essen hier, das fast dem Essen Zuhause entsprach, das ich sehr vermisse. Das Essen hier ist zwar auch gut, aber hin und wieder ein westliches Essen wäre auch lecker.
Gestern am 1. Oktober war Nationalfeiertag in China. Es wurde uns geraten uns früh einen Platz zu suchen, da die Leute hier, sehr Feuerwerk-fanatisch sind. Es war schlussendlich auch so, wie es uns gesagt wurde. Kurz vor 18:00 Uhr suchten wir uns einen Platz auf der Avenue of Stars. Kurz nach 18:00 Uhr kam die erste Durchsage, dass die maximale Kapazität erreicht wurde und niemand mehr hereingelassen wurde. Noch einmal Glück gehabt! Wir hatten uns einen besonders beliebten Platz ausgesucht, wo auch die Profi-Fotografen ihre Kameras aufgestellt hatten und auf den Beginn des Feuerwerks warteten.
Auch für uns begann das große Warten auf das Feuerwerk. Überbrückt wurde die Zeit mit Essen, Halma und Wer bin ich? spielen. Unsere ursprüngliche Annahme, dass das Feuerwerk schon um 20:00 Uhr begann war falsch. Zuerst wurde noch die Symphony of Lights gezeigt und nachher hieß es dann noch bis 21:00 Uhr warten.
Eines muss man den Chinesen lassen. Sie wissen wie man Feuerwerke macht! Das Feuerwerk war wunderschön. Sie konnten sogar Sternen und Zeichen mit dem Feuerwerk darstellen. Nach 23 Minuten (!!!) war es dann vorbei. Nach so vielen Feuerwerken konnte man teils sogar die Hochhäuser auf der anderen Seite nicht mehr sehen aufgrund des Rauches.
| Das Feuerwerk |
| Wenn der Rauch nicht wäre, würde man noch Hochhäuser sehen. |




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